Presseaussendung Initiative Denkmalschutz

„Kulturstadt“ Salzburg plant radikale Schrumpfkur für historischen Althausbestand – Verein Initiative Denkmalschutz schockiert

Über 1/4 der Gebäude außerhalb der Altstadt sollen aus dem Erhaltungsgebot fallen. Morgen tagt der Planungsausschuss. Initiative Denkmalschutz fordert Einbindung der Öffentlichkeit!

Wien (OTS) – Unter dem Vorwand der besseren Überprüfbarkeit der Erhaltungsgebote hat die Stadt Salzburg eine Studie bei „Terra Cognita“ in Auftrag gegeben, in der jetzt 305 der 1.159 überprüften historischen Gebäude aus dem Erhaltungsgebot fallen sollen (§ 59 Salzburger Raumordnungsgesetz 2009). Besonders kritisiert werden müssen die dazu völlig ungeeigneten Kriterien zur Beurteilung der Erhaltenswürdigkeit, die dem kulturhistorischen Wert der Gebäude keinesfalls gerecht werden. Warum soll z.B. eine „nicht wahrnehmbare Bauflucht“ in Bezug zum Bebauungsplan(!) ein negatives Kriterium darstellen? Sollte dies nicht viel mehr zum Anlass genommen werden, die Baufluchtlinien wieder dem historischen Bestand anzupassen, um diesen besser zu schützen? Auch die kolportierte Chimäre der Vorteile (effektiverer Schutz für die verbleibenden Gebäude) löst sich bei näherer Betrachtung des Grundsatz-Amtsberichts (29.12.2017) in Rauch auf, denn in diesem zeigt die Magistratsabteilung 5 (Raumplanung und Baubehörde) schonungslos auf, dass auch die „Reduzierung der Gesamtzahl an Erhaltungsgeboten nicht dazu führen wird, dass die Zahl der Abbruchansuchen sinkt“ (S.13), sondern dies schlicht zu einer schnöden „Verwaltungsvereinfachung“ führen wird (S.15). Daher fordert die Initiative Denkmalschutz die Einbindung der Öffentlichkeit und eine Diskussion über die völlig unzureichenden Bewertungsmaßstäbe.

www.initiative-denkmalschutz.at

Abrechnung mit diesen Grünen

Wir Bürger für Salzburg sehen uns seit der letzten Gemeinderatswahl als die wahren Erben des legendären Schauspielers Herbert Fux. Bei zahlreichen treffen im Café Tomaselli konnte ich das Herzensanliegen von Herbert Fux, nämlich Die Altstadterhaltung hautnah miterleben. Die Abrechnung von Dr. Eckehard Ziesel ist daher für uns Bürger für Salzburg nicht verwunderlich. Hätte man die Anliegen der Parteigründer weiter vertreten, so wäre das geplante Betonmonster am Rehrl-Platz von vornherein unmöglich gewesen.

19.10.2017, Krone

Voggenhuber-Abrechnung

Christoph Choherr Meine erste Analyse

Besuch der Veranstaltung ‚Leben im Weltkulturerbe‘ endet mit Hinauswurf

Wie es einem gehen kann wenn man eine Fremdenführerin fragt, ob man zu ihrer lobenden Erwähnung des Rehrl-Platz-Projekts eine kurze Ergänzung anführen darf, zeigte sich bei der Veranstaltung Leben im Weltkulturerbe am Samstag, 25. Februar 2017.

Bei der Erwähnung, dass für einen Tunnel durch den Kapuzinerberg vier Denkmalgeschützte Häuser oberhalb in der Arenbergstraße geopfert werden müssten und dass die geplante Bebauung des Rehrl-Platzes die Referenzkubatur der Kaivillen um mehr als das Doppelte übertrifft, regte sich ein, die Führung begleitender, Vertreter der Brutalo-Architektur lautstark auf.

In einer nächsten Gruppe war die Fremdenführerin in ihrer Erklärung über den Rehrl-Platz schon sehr viel kürzer und bei der übernächsten Gruppe sagte die Führerin, den Rehrl-Platz würde sie gar nicht mehr besprechen. Gut so, denn der offenbar abgestimmte Text befasste sich nicht mit der Erhaltung des Welterbes.

Pech für GR Dr. Ferch – er wurde von einem Fremdenführer und einem Museumswächter durch den Notausgang entfernt. So viel zur freien Meinungsäußerung. Das letzte Mal wurde Dr. Ferch in der zweiten Klasse Volksschule des Raumes verwiesen: „Somit war das eine neue Erfahrung für mich.“

Führung ‚Leben im Weltkulturerbe‘