Besuch der Veranstaltung ‚Leben im Weltkulturerbe‘ endet mit Hinauswurf

Wie es einem gehen kann wenn man eine Fremdenführerin fragt, ob man zu ihrer lobenden Erwähnung des Rehrl-Platz-Projekts eine kurze Ergänzung anführen darf, zeigte sich bei der Veranstaltung Leben im Weltkulturerbe am Samstag, 25. Februar 2017.

Bei der Erwähnung, dass für einen Tunnel durch den Kapuzinerberg vier Denkmalgeschützte Häuser oberhalb in der Arenbergstraße geopfert werden müssten und dass die geplante Bebauung des Rehrl-Platzes die Referenzkubatur der Kaivillen um mehr als das Doppelte übertrifft, regte sich ein, die Führung begleitender, Vertreter der Brutalo-Architektur lautstark auf.

In einer nächsten Gruppe war die Fremdenführerin in ihrer Erklärung über den Rehrl-Platz schon sehr viel kürzer und bei der übernächsten Gruppe sagte die Führerin, den Rehrl-Platz würde sie gar nicht mehr besprechen. Gut so, denn der offenbar abgestimmte Text befasste sich nicht mit der Erhaltung des Welterbes.

Pech für GR Dr. Ferch – er wurde von einem Fremdenführer und einem Museumswächter durch den Notausgang entfernt. So viel zur freien Meinungsäußerung. Das letzte Mal wurde Dr. Ferch in der zweiten Klasse Volksschule des Raumes verwiesen: „Somit war das eine neue Erfahrung für mich.“

Führung ‚Leben im Weltkulturerbe‘

Doch noch Hoffnung?

Die ‚Unendliche Geschichte‘ um den Rehrl-Platz könnte für alle sofort behoben werden, wenn sich der Bauträger an das Altstadterhaltungsgesetz halten würde. Die Gegner des überdimensionierten Projekts haben nichts gegen eine Bebauung dieses Grundstücks, wenn sichergestellt ist, dass diese die Fassadenabwicklung der Arenbergstraße nicht verdeckt und sich harmonisch in ihr Umfeld in der Schutzzone I einfügt. Sollte der Bauwerber das überdimensionierte Projekt von sich aus zurückziehen, so wäre das ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir Bürger für Salzburg setzen uns weiterhin mit Nachdruck für die Einhaltung des Altstadterhaltungsgesetzes ein.

25.01.2017, Krone

(Artikel aus der Salzburger Kronenzeitung vom 25.01.2017.)

UKH

Nach Multi-Organversagen gäbe es die einmalige Chance, das Gebiet zwischen Äußerem Stein und Bürgelstein städtebaulich zu überdenken und überdimensionierte, gesetzwidrige Monsterprojekte zu entschärfen.

15-09-2016-krone

(15.09.2016, Kronenzeitung)

15-09-2016-sn-leserbrief

(15.09.2016, Salzburger Nachrichten)