Die Liste der Fehltritte der Stadtpolitiker ist lang

– sie reicht von A wie Asphaltwüste bis zu Z wie Ziellosigkeit!

Einige Beispiele gefällig?

  • Salzburgs Status als Weltkulturerbe ist durch die Machenschaften einer von der Politik geschützten Baulobby gefährdet. Hauptverantwortlich sind der für das Planungs­resort zuständige Stadtrat und der Bürgermeister. Wir haben den Eindruck, dass manche Bauträger von Stadtpolitikern besonders gefördert werden, ja sogar einzelne Politiker persönlich für überdimensionierte Projekte bestimmter Bauträger in der Altstadt werben! Das hat mit der Verpflichtung zur Objektivität in der Politik nichts mehr zu tun und resultiert unserer Meinung nach aus den persönlichen Verflechtungen mancher handelnder Politiker bzw. aus einem falschen Verständnis dafür, was die Aufgaben der Politik sind.
  • Gleichzeitig entstanden in Lehen menschenverachtende Betonklötze und Asphalt­wüsten. Während die Käfighaltung für Hühner in der EU verboten wurde, scheint die Käfighaltung für Menschen in einigen Stadtteilen an der Tagesordnung. Soll so das Bedürfnis nach leistbaren Wohnungen gedeckt werden? Um ein Maximum an Rendite aus den Häusern herauszuholen, hat man sogar den Grünraum zwischen den Blöcken geopfert!
  • Von den einstigen politischen Idealen ist die heutige Bürgerliste weit entfernt. Statt Lebensqualität für die Einwohner zu sichern, befürwortet sie überdimensio­nierte Großprojekte sogar in der besonders geschützten Altstadt. Damit zerstört sie unser berühmtes Stadtbild und auch das touristische Kapital.
  • Über uns Bürger fährt die Politik einfach drüber. Informationsveranstaltungen dienen oft nur dazu, größenwahnsinnige Bauprojekte auf Biegen und Brechen durchzupeitschen. Transparenz und Bürgerbeteiligung sieht anders aus!
  • Seit Jahren wartet die Stadt schon auf grundlegende Verkehrslösungen. Statt­dessen gibt es nur Flickwerk und werden die Autofahrer willkürlich behindert. Es gelingt nicht einmal, wenige Großbaustellen aufeinander abzustimmen. Der Schadstoffausstoß durch derart selbstverursachte Staus ist größer, als wenn man die Verkehr fließen ließe und auf die eine oder andere Busspur verzichten würde.
  • Der Anteil des öffentlichen Verkehrs in Salzburg nahm in den letzten Jahren kontinuierlich ab und beträgt beinahe nur ein Drittel von Wien. Die Tickets der Salz­burger Verkehrsbetriebe sind im Ver­gleich zu anderen Städten und den angebotenen Strecken viel zu teuer. Das ist eine  Verkehrspolitik ohne Ziel und Vorgaben. Denn will man den öffentlichen Verkehr attrak­tiver machen, muss es günstige Angebote geben und das Netz dichter werden.
  • Die Altstadt wird zusehends ein Ort für den Massentourismus und der lauten Eventkultur. Traditionsreiche Salzburger Geschäfte weichen billigen Souvenirläden, Fast Food-Ketten und teuren Boutiquen. Die Bewohner anderer Stadtteile meiden die Innenstadt, weil dort der Kommerz alles dominiert und sich nur noch reiche Ausländer die wenigen Wohnungen leisten können.
  • Seit über einer Generation werden uns Salzburgern abenteuerliche Hallenbadpläne präsentiert von denen bisher kein einziger praxistauglich war. Bei Architekturwettbewerben empfiehlt sich daher in Zukunft, nur Büros mit Befähigungsnachweis und besonderer Eignung für den Hallenbadbau einzuladen.
  • Die Rohdung der Kastanienallee zwischen Nellböckviadukt und Hauptbahnhof wurde durch Johann Padutsch mit dem Argument verteidigt, dass diese Bäume allesamt krank seien. Das Gartenamt gibt jedoch bereitwillig Auskunft, dass diese wunderschönen Kastanien alle kerngesund waren. Kann sich ein grüner Planungsstadtrat so sehr von Investorewünschen leiten lassen, dass er seine eigenene grünen Grundsätze verrät?

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